Musik & Theater 3-4.2025 ist erschienen

Dass die Karriere und das Leben von Maria Callas kinotauglich sind, wird niemand bezweifeln, und zahlreiche Produktionen haben das auch schon bewiesen. Der chilenische Regisseur Pablo Narraín stellte sie nun seinen Portraits von Lady Di und Jackie Onassis als dritte einer Trilogie weiblicher Ikonen des 20. Jahrhunderts an die Seite. Angelina Jolie spielt die Operndiva – und mehr noch, sie singt sie auch! Wir haben uns den Film über die letzten Tage der Callas in Paris angesehen, und wir haben zugehört – der originalen Stimme und ihrem aktuellen Double. Den Artikel finden Sie hier.

Weitere Themen in unserer Frühlings-Ausgabe sind zum Beispiel der albanische Tenor Saimir Pirgu, der in Zürich gerade in Puccinis «Manon Lescaut» singt, oder der japanische Pianist Mao Fujita, der aufhorchen lässt nicht nur mit seinen eigenwilligen Mozart-Interpretationen. Wir trafen die Geigerin Rachel Kolly und erfuhren von ihr viel Interessantes über die Geschichte des Vibratos, wir würdigen die Karriere von Edith Mathis oder präsentieren die Gewinner der International Classical Music Awards. Das Inhaltsverzeichnis der Ausgabe 3-4.2025 finden sie hier.

Schiffbruch für das Luzerner Theater

Projekt-Skizze des Neubaus © Luzerner Theater

Von den etablierten Parteien war keine dagegen, nicht einmal die SVP. Praktisch sämtliche Institutionen standen hinter dem aus einem sorgfältig geführten Wettbwerb hervorgegangen Projekt eines Theaterneubaus beim bestehenden Gebäude auf dem Platz neben der Jesuitenkirche. Dennoch hat sich eine Mehrheit der Luzerner Stimmbevölkerung gegen das Projekt entschieden. Die Gründe sind viel- und tiefschichtig, ein zentrales Argument war sicherlich der städtebaulich herausfordernde Ort mitten im historischen Luzerner Stadtbild.

Wie es weiter geht, ist damit vollkommen offen. Die Gegner waren einfach dagegen, alternative Ideen wurden nicht präsentiert. Zugespitzt kann man festhalten: Im bestehenden Bau ist Stadttheater auf dem bisherigen Niveau nicht möglich. Und ein neues Luzerner Theatergebäude kann entweder am bestehenden Ort untergebracht werden – aber dann sicher nur praktsich unsichtbar, sprich unterirdisch – oder an die Peripherie gebaut werden. Ob man das wirklich will in Luzern? Die Diskussionen sind offener denn je, nach der «Salle modulable» erleidet ein weiteres Kultur-Projekt in Luzern spektakulär Schiffbruch. Wir sind ja dankbar, dass immerhin das KKL seinerzeit hat realisiert werden können. (rw)

Musik&Theater 1-2.2025 ist erschienen

Was viele nicht wissen: Nathalie Stutzmann hat nicht nur eine grossartige Karriere als Sängerin hinter sich. Sie ist auch eine leidenschaftliche Dirigentin, und sie träumte seit ihrer Jugend von der Arbeit am Pult. Jetzt hat sie sich sukzessive diesen Traum erfüllt. Inzwischen hat sie sich auch in diesem Beruf einen sehr guten Ruf erarbeitet und arbeitet an grossen Häusern und mit bekannten Orchestern. Ihr Bayreuth-Debüt im Sommer 2024 mit «Tannhäuser» wurde zum Triumph bei Publikum wie Presse. Im November debütierte die französische Musikerin beim Zürcher Tonhalle-Orchester. Während der Proben trafen wir Nathalie Stutzmann zum Gespräch. Das Interview können Sie hier lesen.

Weitere Themen in unserer ersten Ausgabe 2025 sind unter anderem das Basler Musikfestival «Mizmorim», das dieses Jahr unter dem Motto «Exil» steht, das Burgtheater Wien, wo seit dieser Saison der Schweizer Stefan Bachmann als Intendant amtiert, oder die junge Geigerin Anna Agafia, die beim Festival «Les Sommets Musicaux» in Gstaad auftritt, oder der Dirigent Andrea Marcon, der gerade mit einer fulminanten Neu-Einspielung von Bachs H-Moll-Messe das 25. Jubiläum des Basler Barockorchesters «La Cetra» feierte. Das ganze Inhaltsverzeichnis finden Sie hier.