M&T 7-8.2026 erschienen

Das Lucerne Festival steht im Zentrum unserer Sommernummer. Anne-Sophie Mutter kann an dem Ort, wo ihre ganz grosse Karriere begann, ihr 50jähriges Bühnenjubiläum feiern. Mit Augustin Hadelich steht ein anderer herausragender Geiger als Artiste Etoile im Zentrum des Festivals. Mit ihm sprachen wir über sein Leben in der alten und neuen Welt. Und auch Sebastian Nordmann erläutert im Interview sein Festival-Motto «American Dreams». Auch den neuen Leiter der Lucerne Festival Academy, Jörg Widmann, stellen wir vor.

Die Sommerfestivals bieten aber auch vielen anderen Klassik-Künstlern schöne Plattformen. Wir präsentieren Albrecht Mayer in Thun, Boris Giltburg in Klosters oder Astrig Siranossian im Engadin, den Klarinettisten Matthew Hunt im Musikdorf Ernen, Daniel Hope als neuen Intendanten beim Menuhin-Festival in Gstaad oder auch Damiano Michieletto mit seiner «Traviata»-Produktion für die Seebühne in Bregenz.

Titelgeschichte Anne-Sophie Mutter

Inhaltsverzeichnis 7-8.2026

Jordi Savall, der Sohn des Abendsterns

Der Gambist und Dirigent Jordi Savall, der fast 20 Jahre in Basel wirkte, erhielt den Ernst von Siemens-Musikpreis, dotiert mit 250’000 Euro.

Jordi Savall © Rui Camilo

Diesen Preis wird Jordi Savall bestimmt nicht zurück geben. Das hat er schon einmal gemacht, der katalanische Musiker: 2014 wurde ihm der Premio Nacional der spanischen Regierung verliehen. Aber Savall verweigerte die Annahme, und warf den Ministern Inkompetenz und Desinteresse am Erbe der spanischen Kulturgeschichte vor. Er hat viele Auszeichnungen erhalten in den mittlerweile über 50 Jahren seiner grossen Musiker-Laufbahn, darunter auch einen Ehrendoktor der Universität Basel. Der Ernst von Siemens-Musikpreis ist mit Sicherheit die höchst dotierte Auszeichnung unter ihnen. Er wird wegen der Höhe des Preisgelds auch gerne als «Nobelpreis der Musik» bezeichnet. Continue reading

Alain Perroux und sein erster Spielplan für Genf

Alain Perroux, fotografiert von Carole Parodi @ Grand Théâtre de Genève

April-Mai, es ist die Zeit der Spielplan-Präsentationen. Besonders spannend sind die dort, wo neue Intendanten ihre erste Saison vorstellen. Das konnte Alain Perroux tun, der ab Juni das Grand Théâtre de Genève führt und den Stab von Aviel Cahn übernimmt, der sechs Jahre lang ambitioniertes Musiktheater in die Rhonestadt brachte und ab nächster Saison in Berlin an der Deutschen Oper wirkt. Continue reading