Mehr als Verdi-Oper – die St. Galler Festspiele

© Xiomara Bender / St. Galler Festspiele

Auf dem Klosterhof vor der barocken Fassade mit den charakteritischen Doppeltürmen der Kathedrale steht die Freiluftbühne für Verdis Oper «Giovanna d’Arco», die musikalisch in den Händen des St. Galler Chefdirigenten Modestas Pitrenas und szenisch in denjenigen der tschechischen Regisseurin Barbora Horáková Joly liegt. Drinnen im Kirchenraum lässt der bulgarische Choreograph Dino Kirilov Milev die Tänzerinnen und Tänzer der St. Galler Compagnie zu Musik von Pärt oder Vasks «Gegen den Strom» schwimmen. Und im Konzertprogramm begegnen europäische Barockensembles der tunesischen Sängerin Ghalia Benali, der Tenor Marco Beasley singt solo, das Vokalensemble La Venexiana singt Monteverdi und «Les Inattedendus» spielen Bachs «Kunst der Fuge». Lesen Sie unsere Sonder-Ausgabe zu den St. Galler Festspielen hier.

Michael Balke dirigiert grosses Benefizkonzert für die Ukraine

Balke
Michael Balke

Die geschlossene und konsequente Reaktion der westlich orientierten Länder auf Russlands Überfall war nicht unbedingt zu erwarten und hat Putin ganz offensichtlich auf dem falschen Fuss erwischt. Noch umfassender ist die Welle der Hilfsbereitschaft, die sich unter anderem in einer enormen Fülle an Benefizkonzerten für ukrainische Menschen und Institutionen manifestiert.

Eines der ambitioniertesten geht am 18. Juni (19 Uhr) über die Bühne der Münchner Isarphilharmonie, es ist aber auch als Live-Streaming zu empfangen: Michael Balke dirigiert ein Orchester, das sich aus ukrainischen Musikern und Mitgliedern der grossen Münchner Orchester zusammen setzt, die Geigerin Arabella Steinbacher oder der Tenor Levy Sekgapane treten auf. Der ehemalige deutsche Bundespräsident Joachim Gauss übernahm die Schirmherrschaft. Mit dem Erlös soll namentlich die Musikschule in Butscha wieder aufgebaut und mit Instrumenten ausgestattet werden.

Weitere Informationen und Live-Streaming: www.concertfortomorrow.com

 

«Le Grand Rituel» – Strawinskys «Sacre» in Winterthur

© Musikkollegium Winterthur

Das Musikkollegium Winterthur bricht mit einer künstlerisch offenen Rückblende auf epochale Momente seiner Geschichte in neue Gefilde auf. Im Zentrum des zweiwöchigen Festivals «Le Grand Rituel» steht Strawinskys Ballett «Le Sacre du Printemps», das bei seiner Uraufführung für einen Skandal sorgte. In einer riesigen ehemaligen Industriehalle wird es mit jugendlichen Tänzerinnen und Tänzern aufgeführt. Der Chefdirigent des Musikkollegiums, Roberto Gonzáles-Monjas und der Direktor Dominik Deuber stehen hinter dem Grossprojekt.

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