Der «Memory»-Effekt

«Jesus Christ Superstar» von Andrew Lloyd Webber in Bern.

Ein utopischer Schwärmer namens Jesus von Nazareth © Rob Lewis / Bühnen Bern

Gestrandet sind sie, irgendwo im Nirgendwo. Wo genau, warum genau, und wohin sie wollen, das lässt die Regie des erfahrenen japanischen Opernregisseurs Tomo Sugao offen. Umso deutlicher und fassbarer wird die institutionelle Gewalt eines Machtapparats, die sich um die Figur des Caiaphas und seine Entourage manifestiert. Er ist eine Mischung aus Ayatollah und Mafioso, seine Truppen agieren wie ICE-Agenten und sehen aus wie dystopische Police-Cyborgs. SPQR steht auf ihren Schusswesten, aber mit dem antiken Rom haben sie ebensowenig gemeinsam wie der Pilatus, der hier als etwas verwirrter Potentat gezeichnet ist, dem die Kontrolle über seine Staatssicherheit längst entglitten ist. Continue reading

M&T 3-4.2026 erschienen

Für unser Titel-Interview haben wir mit Jonas Kaufmann gesprochen und sind dabei besonders seiner Liebe zu den leichteren Facetten seines Repertoires auf die Spur gekommen. Die ganze Geschichte können Sie hier lesen. Weitere Themen in unserer Frühlings-Ausgabe sind etwa das Tanzfestival «Steps», die einzigartige Verbindung von Musik und Wissenschaft beim Basler «Interfinity»-Festival oder der Blick voraus auf das diesjährige Bachfest Schaffhausen. Mit dem Chefdirigenten des Zürcher Tonhalle-Orchesters sprachen wir über Gustav Mahler oder mit dem französischen Pianisten Alexandre Kantorow über seine neue CD mit einem eigenwilligen Programm, die er live im Konzertsaal von La Chaux-de-Fonds einspielt. Weitere Themen sind das neue Barockfestival am Opernhaus Zürich oder das Jubiläum von Liechtensteins Nationalkomponisten Joseph Gabriel Rheinberger. Das Inhaltsverzeichnis dieser Ausgabe von Musik&Theater finden Sie hier.

Mit Claude Nicollier zu den Exoplaneten

Der niederländische Lichtkünstler Nick Verstand arbeitet gerne mit gigantischen Lichtringen © Nick Verstand

Lukas Loss unternimmt mit seinem «Interfinity»-Festival im März eine Reise ins Weltall bis hin zu fernen Exoplaneten. Die Besonderheit dieses Basler Festivals liegt in der Verknüpfung von Kunst und Wissenschaft. Experten zu Astrophysik und Raumfahrt kommen zu Wort, zum Beispiel auch der Astronaut Claude Nicollier. Wir sprachen mit Lukas Loss über seine Ideen, Konzepte und Inspirationen. Und in verschiedenen Einschüben zitieren wir aus den Beschreibungen auf der «Interfinity»-Webseite über die Konzerte, die uns erwarten.

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