Elīna Garanča
«D’amour l’ardente flamme», die Arie der Marguerite aus «La Damnation de Faust» von Berlioz stand schon auf dem Programm, als Elīna Garanča zusammen mit Matthias Schulz am Klavier im Herbst die erste Saison des neuen Zürcher Intendanten eröffnete. Jetzt ist die lettische Mezzosopranistin in der ganzen Partie zu hören: Ab 10. Mai steht die farbig instrumentierte Oper dreimal auf dem Spielplan. Konzertant zwar leider nur, aber damit haben die Höllenchöre vielleicht umso stärkere Wirkung. Dirigiert wird das Stück von Yves Abel, den Faust singt Saimir Pirgu. Das ganze Portrait können Sie hier lesen.
Jonas Kaufmann
Viele grosse Tenöre haben der leichten Muse der Operette Stimmglanz und Popularität verliehen. Jonas Kaufmann schreibt diese Tradition seit Jahren engagiert fort. In diesem Frühjahr ist er – zusammen mit der Sopranistin Malin Byström – mit einem Reigen berühmter Melodien aus der K.u.K.-Zeit Österreich-Ungarns durch Europa unterwegs. Anfang Mai auch im KKL Luzern. Wir unterhielten uns mit dem Tenor über diese seine besondere Repertoire-Liebe – und seine Rückkehr an das Opernhaus Zürich. Das ganze Gespräch können Sie hier lesen.
Vikingur Olafsson
Unsere Titelgeschichte ist dem isländischen Pianisten Vikingur Olafsson gewidmet. Anlass dafür, den eigenwilligen Klangforscher zum Gespräch zu treffen, war nicht nur seine neue CD, die programmatisch um Beethovens Klaviersonate op. 109 kreist. Sondern auch seine Wahl als Kurator des neuen Klavierfestivals «Pulse» beim Lucerne Festival, das im Mai stattfinden wird. Ein Gespräch über den überwältigenden Einfluss Johann Sebastian Bachs, musikalische Geschwisterbeziehungen und die Zeitlosigkeit von klassischer Musik, das Sie hier lesen können.
Gianandrea Noseda
Wir widmen unsere Titelgeschichte Gianandrea Noseda, der als Chefdirigent des Zürcher Opernorchesters diese Saison fast ganz den Werken von Giuseppe Verdi widmet. Im Interview verrät er nicht nur, warum diese Musik ihn schon immer fasziniert hat, sondern auch, wie Verdi mit untrüglilchem Gespür und erstaunlich wenig Mitteln die Dramaturgie seiner Opern voran zu treiben verstand. Zudem wollten wir natürlich wissen, wie Noseda mit der Situation in Washington umgeht, wo die Trump-Administration beim Kennedy-Center Einfluss nimmt, was den seit acht Jahren amtierenden Dirigenten des National Symphony Orchestra mit betrifft.
Lesen Sie das ganze Interview mit Gianandrea Noseda.
Martin Fröst
Der schwedische Ausnahme-Klarinettist Martin Fröst ist in diesen Herbstmonaten gleich mit mehreren Auftritten in der Schweiz zu erleben. Beim Zürcher Tonhalle-Orchester, wo er bereits während der Saison 2019/20 als «Fokus-Künstler» Akzente setzte, stellt er im Oktober das spektakuläre, für ihn geschriebene Konzert «Weathering» der britischen Komponistin Anna Clyne vor, und eine Tournee als Dirigent und Solist mit dem Schwedischen Kammerorchester im Rahmen der Migros-Kulturprozent-Classics führt ihn im November mit einem experimentellen Projekt um Beethovens Siebte Sinfonie in mehrere Städte der Deutschschweiz wie der Romandie. Wir trafen Martin Fröst in Berlin zum Gespräch und unterhielten uns mit ihm über diese Projekte und Programme – sowie über seine Experimente mit klassischen Konzertformaten und seine Beziehung zum Dirigieren.
Simon Rattle und sein Debüt beim LFO
Ob in Birmingham, Berlin, London oder aktuell in München: Wo immer Simon Rattle als Chefdirigent wirkt, setzt er bleibende Akzente. Das berührt die Musik vermittlung, das Repertoire wie die Interpretation. Sein Interesse reicht von Alter bis zur Neuen Musik, und auch die Reflexion der historischen Aufführungs praxis ist für ihn selbstverständlich. Für dieses breite Profil wurde der 70Jährige mit dem ErnstvonSiemensMusikpreis 2025 ausgezeichnet. Am Lucerne Festival debütiert Rattle nun beim Lucerne Festival Orchestra (LFO). Das passt perfekt, denn: Im Gespräch offenbaren sich vielfältige Verbindungen zu Claudio Abbado und Pierre Boulez.
Sir Simon Rattle Musik & Theater 7-8.2025
Markus Poschner, der Abenteurer
In Linz dokumentierte Markus Poschner seine musikalische Entdeckerfreude mit einer preisgekrönten Gesamteinspielung von Bruckners Sinfonien. Als neuer Chefdirigent des Sinfonieorchesters Basel stellt er Gustav Mahlers sinfonischen Kosmos programmatisch in den Mittelpunkt seines Wirkens. Wir sprachen mit Markus Poschner über seine Beziehung zu Mahlers Musik, seine Vorfreude auf die Kunststadt Basel und weshalb er es gerade jetzt für wichtig erachtet, sich als Künstler nicht von den Vereinigten Staaten abzuwenden.
Markus Poschner Musik & Theater 05_06_2025
Angelina Jolie ist Maria Callas
Dass die Karriere und das Leben von Maria Callas kinotauglich sind, wird niemand bezweifeln, und zahlreiche Produktionen haben das auch schon bewiesen. Der chilenische Regisseur Pablo Narraín stellte sie nun seinen Portraits von Lady Di und Jackie Onassis als dritte einer Trilogie weiblicher Ikonen des 20. Jahrhunderts an die Seite. Angelina Jolie spielt die Operndiva – und mehr noch: sie singt sie auch!

Bach 2.0
Johann Sebastian Bach war bekanntlich niemals in der Schweiz – bis jetzt. Dank moderner Computer-Technik beehrt er die Bachwochen Thun mit seiner virtuellen Anwesenheit. Er habe gehört, dass man in Thun seine Werke spielen wolle, lässt er das Publikum wissen. Eigentlich wäre er gerne dabei.
Bach 2.0 Musik&Theater 9-10/2024
Renaud Capuçon
Der französische Musiker Renaud Capuçon prägt aktuell das Konzertleben in Ascona, Luzern oder Lausanne, und das nicht nur als Geiger, sondern auch als Dirigent und innovativer Programmgestalter. Auch auf CD ist Capuçon überaus präsent, was ihm den Ehrentitel «Artist of the Year» der International Classical Music Awards (ICMA) eingebracht hat.
Renaud Capuçon Musik und Theater 07_08 2024
Klaus Florian Vogt: Vom Hornisten zum Heldentenor
Der Lohengrin vom Dienst war er schon lange, jetzt aber hat sich Klaus FlorianVogt definitiv an die Spitze der Wagner-Tenöre gesungen. Am Opernhaus Zürich realisierte er in den vergangenen Spielzeiten die beiden «Siegfried»-Partien im «Ring» und in Dresden sang er vor Kurzem seinen ersten Tristan. Über diese Rollendebüts im schweren Wagner-Fach hat er seine helle und geschmeidige Stimme keineswegs verloren, wie seine reizvolle neue CD-Interpretation von Schuberts Zyklus «Die schöne Müllerin» zeigt.
Klaus Florian Vogt. Musik und Theater05_06 2024
Marlis Petersen: «Als Mensch lebe ich im Hier und Jetzt.»
Sie zählt zu den führenden Sänger-Darstellerinnen unser Zeit. Ob Lulu, Salome, Aribert Reimanns Medea oder Emilia Marty aus «Die Sache Makropulos» von Leoš Janáček: Mit unerhörtem Facettenreichtum konziser Arbeit am Detail gelingen Marlis Petersen in Gesang und Spiel packende Charakterstudien. Am Opernhaus Zürich gestaltet die in Griechenland lebende Sopranistin aktuell die Hanna Glawari aus Franz Lehárs «Die lustige Witwe». Wir haben nicht nur nachgefragt, sondern auch zugehört.
Yoav Levanon: «Jetzt haben Sie mich erwischt!»
Der israelische Pianist Yoav Levanon über die Klavierkonzerte von Franz Liszt, schlechten Schlaf – und seine Haare.
Kian Soltani: «Schweiz ist für mich gleichbedeutend mit Musik»
Der 1992 in Bregenz in eine aus dem Iran stammende Familie geborene Cellist Kian Soltani konzertiert im Dezember in allen Schweizer Landesteilen. Wir sprachen mit ihm über seine «Swiss Connections» und seine Beziehung zum Tonhalle-Orchester Zürich, wo er für die Saison 2023/24 zum Fokus-Künstler berufen wurde.
Oliver Schnyder: «Als Hypnoticum ist Bachs Musik komplett ungeignet.»
Der Pianist Oliver Schnyder wird neuer künstlerischer Leiter der traditionsreichen «Orpheum»-Konzerte und damit Nachfolger von Howard Griffiths. Mit Beethovens Tripelkonzert feiert die Stiftung die Stabübergabe am 21. Oktober in der Tonhalle. In Schnyders Pianistenleben gibt es einen weiteren Meilenstein: Er hat gerade die «Goldbergvariationen» von Bach eingespielt.
Oliver Schynder MuT_10-11_2023
Christiane Karg: «Das Einordnen in Schubladen gefällt mir gar nicht.»
Sie lässt sich nicht gerne einordnen. Im Repertoire präsentiert sich Christiane Karg ähnlich vielgestaltig wie in ihrem Gesang selber. Diese Vielfalt ist jetzt am diesjährigen Zermatt Festival zu erleben, wo die deutsche Sopranistin für eine Woche mit Werken von Hector Berlioz, Gustav Mahler und Alban Berg residiert.
Christiane Karg MuT_08_09_2023
Cathy Marston übernimmt die Leitung des Zürcher Balletts
Am Opernhaus Zürich übergibt Christian Spuck die künstlerische Leitung des Balletts an Cathy Marston. Die Spezialität der Britin mit Schweizer Pass sind Tanzwerke auf der Basis von Stoffen der Weltliteratur, eine Gattung, die bereits Spuck in Zürich äusserst erfolgreich pflegte. Beide verbindet aber auch ihr eigenwilliger und hoch inspirierter Zugriff auf die Musik für ihre Kreationen.
Avi Avital: Vom Kibbuz in die Carnegie-Hall
Die Mandoline spielt keine Rolle in der klassischen Musik. Ausser dann, wenn Avi Avital auf den Plan tritt. Der israelische Musiker ist zur weltweit bewunderten Personifzierung seines virtuosen Zupfinstruments geworden. In Zürich präsentiert er es Anfang Juni in all seinen vielen Facetten im Rahmen eines Festivals des Zürcher Kammerorchesters.
Krzysztof Urbanski: «Kompromisse entwickeln eine zerstörerische Kraft.»
Sie Der polnische Dirigent sorgt seit jungen Jahren mit seinen energiegeladenen Auftritten für Furore. Er spricht über seine engen musikalischen Schweiz-Beziehungen, über Klassik und Pop sowie seine Vorsicht gegenüber der Oper.
Krzysztof Urbanski M&T 3-4.2023
Barbara Hannigan: «Ist die Frau schwach?»
Sie ist ein Multi-Talent. Als Sänger-Darstellerin und Dirigentin setzt Barbara Hannigan regelmässig Massstäbe. In dieser Doppelfunktion präsentiert die gebürtige Kanadierin im Januar ihre eigene Bühnenkreation «La voix humaine» in Winterthur und Chur.
Barbara Hannigan M&T_01-02 2023
Anna Lucia Richter: «Singen ist keine Religion, sondern Handwerk»
Anna Lucia Richters zweite Karriere als Mezzosopran startet mit einer klug kombinierten und hinreissend gesungenen Brahms-Lieder-CD. Das Gespräch.
Daniel Harding: Vom Überflieger zum Mann für alle Fälle
Daniel Harding und das Royal Concertgebouw bereisen die Schweiz. Im Gepäck haben sie Werke von Mahler, Brahms und Beethoven, Reisebegleiter ist der Geiger Leonidas Kavakos.
Daniel Harding Musik und Theater 11 2022
Marina Viotti: Alles andere als uniform
Eine grosse Opernrolle pro Jahr reicht ihr: Marina Viotti will ihre Stimme nicht für den Betrieb ruinieren. Wichtiger ist ihr, sich Vielfalt in ihrem Tun zu bewahren.
Marina Viotti. Musik und Theater10 2022
Golda Schultz: «Arbeit ist Arbeit, Therapie ist Therapie»
Die Sängerin Golda Schultz ist diesjährige Artiste Etoile beim Lucerne Festival und eine ideale Repräsentantin für dessen Motto «Diversity».
Pablo Heras-Casado: Erdung als Geheimnis
Der spanische Dirigent Pablo Heras-Casado eröffnet am 30. Juli das Festival «Klosters Music» – und ist ein Genie des Verschwindens.
Steps 2022: Isabella Spirig, Cathy Marston und Ihsan Rustem
Cathy Marston und Ihsan Rustem haben vor fast zwei Jahren «La Ronde», eine neue Company gegründet. Bald gehen sie unter dem Schirm des Tanzfestivals «Steps» auf Tournee. Ein Gespräch. Dazu ein Interview mit der künstlerischen Leiterin von «Steps», Isabella Spirig.
Riccardo Chailly: «Mendelssohn ist der König der musikalischen Transparenz»
Riccardo Chailly und das Lucerne Festival Orchestra widmen ihre erste Frühjahrsresidenz der Musik von Felix Mendelssohn.
20 Jahre Gare du Nord
Ein umfassender Blick auf zwanzig Jahre experimentelles Musiktheater im Basler Bahnhof. 32 Seiten über Geschichte, Perspektiven und Möglichkeiten.
Gianandrea Noseda
Der italienische Dirigent beginnt seine Aufgabe als neuer Musikdirektor am Opernhaus Zürich mit Verdi und Wagner.
MUT_11-12_2021 Gianandrea Noseda



























