Eingemauert. Alle
Es gibt Inszenierungen, die mit interessanten Ideen, attraktiven optischen Chiffren und ihrem im ersten Moment etwas rätselhaften Charme ansprechen und Spannung erzeugen. Ben Baur macht das in seiner «Aida» in St. Gallen mit der Figur der Amneris, der Pharaonentochter und Rivalin Aidas, die schon von Verdi als zwischen Macht, Liebe und Raison zerrissene Frau gezeichnet wird. Bei Ben Baur ist sie gesplittet, je nach Zählweise bis zu sechsfach. Es gibt sie sehr alt und sehr jung, als geheimnisvollen Schatten oder auch als Tänzerinnen-Zwillinge.
Amneris (Libby Sokolowski) in Gold.
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Jugendliche Identitätssuche
Seltsamer Blick auf die Stadtcasino-Bühne: Flügel und Harfe, Schlagwerk à discrétion. Aber keine Notenpulte, bloss sechs Stühle. Für ein Orchesterkonzert? Die Antwort ist einfach: Sie steht, die Jugend (ausser den Cellistinnen). Und natürlich spielt sie auswendig. Und einen Dirigenten, den braucht es dann auch nicht. Denn man sieht sich ja, auch wenn die Register in der Choreographie von Jessica Billeter und der Regie von Markus Bothe munter durcheinander gewirbelt werden.
Orchesterchoreographien © Ingo Höhn
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Bachfest Schaffhausen 2026
Seit 1946 veranstaltet die Stadt Schaffhausen gemeinsam mit der Internationalen Bachgesellschaft Schaffhausen alle zwei Jahre über Auffahrt das Bachfest. Aus dem Wunsch, nach dem Zweiten Weltkrieg Menschen verschiedener Herkunft im Zeichen der Musik zu verbinden, ist ein hochstehendes Barockmusikfestival gewachsen, welches im Zeitraum von fünf Tagen vom 13.-17. Mai Konzerte, Kantatengottesdienste und etliche weitere Veranstaltungen anbietet.
Der Cembalist Jean Rondeau präsentiert drei ganz verschiedene Varianten der «Goldberg-Variationen». © Clement Vayssieres
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Volksbühne Wien: Alles wieder gut
Jan Philipp Gloger übernahm das Wiener Volkstheater in der Krise. Er verpflichtete viele Regisseurinnen – und erstellte einen Spielplan mit vielen österreichischen Autoren. Nach einem halben Jahr lässt sich sagen: Der Start ist durchaus geglückt.
Szene aus Schnitzlers «Traumnovelle». © Marcella Ruiz Cruz / Volkstheater Wien
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