Don Quijote will nicht sterben
Thom Luz sinniert am Theater Basel über Cervantes und seinen epischen Ritter. Einfach Massenets spätromantisch-süffige Oper integral zu spielen, das war für den Theatermacher aber keine taugliche Option. Nach Ouvertüren-Schnipseln aus diversen «Don Quijote»-Stücken sind wir dann doch bei Massenet, am Ende des «Ritters von der traurigen Gestalt». Don Quijote hebt an zu seinem letzten Monolog – aber dann bricht es aus ihm heraus: «Je ne veux pas mourir!» Und flink wie ein junger Knappe springt er aus dem Bett, hechtet von der Bühne und verschwindet lebensdurstig aus dem Zuschauerraum.
Bedrohliche Schattenspiele @ Ingo Höhn / Theater Basel
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Jeder Raum klingt
Jeder Raum hat einen eigenen Klang. Den kann man verändern, indem man dämpft und dämmt – oder indem man ihn mit architektonischen Mitteln herausschält und ihm quasi seine eigene Stimme wieder zurückgibt. Diesen zweiten Weg geht das Duo Inès und Fabian Neuhaus. Das Konzept funktioniert für jeden Raum, sagen die beiden. Und sogar draussen, für Strassen und Plätze. Immer wieder zeigen sie unter dem Label «Spectrosonaris» ein Konzert für elektroakustische Metallplatten in den von ihnen optimierten Räumen, am 6. Juni zum Beispiel im Gewölbesaal des Seemuseums in Kreuzlingen.
Gewölbesaal im Seemuseum Kreuzlingen © Spectrosonaris
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Bachfest Schaffhausen 2026
Seit 1946 veranstaltet die Stadt Schaffhausen gemeinsam mit der Internationalen Bachgesellschaft Schaffhausen alle zwei Jahre über Auffahrt das Bachfest. Aus dem Wunsch, nach dem Zweiten Weltkrieg Menschen verschiedener Herkunft im Zeichen der Musik zu verbinden, ist ein hochstehendes Barockmusikfestival gewachsen, welches im Zeitraum von fünf Tagen vom 13.-17. Mai Konzerte, Kantatengottesdienste und etliche weitere Veranstaltungen anbietet.
Der Cembalist Jean Rondeau präsentiert drei ganz verschiedene Varianten der «Goldberg-Variationen». © Clement Vayssieres
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Volksbühne Wien: Alles wieder gut
Jan Philipp Gloger übernahm das Wiener Volkstheater in der Krise. Er verpflichtete viele Regisseurinnen – und erstellte einen Spielplan mit vielen österreichischen Autoren. Nach einem halben Jahr lässt sich sagen: Der Start ist durchaus geglückt.
Szene aus Schnitzlers «Traumnovelle». © Marcella Ruiz Cruz / Volkstheater Wien
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