Jordi Savall, der Sohn des Abendsterns
Der Gambist und Dirigent Jordi Savall, der fast 20 Jahre in Basel wirkte, erhielt den Ernst von Siemens-Musikpreis, dotiert mit 250’000 Euro.

Diesen Preis wird Jordi Savall bestimmt nicht zurück geben. Das hat er schon einmal gemacht, der katalanische Musiker: 2014 wurde ihm der Premio Nacional der spanischen Regierung verliehen. Aber Savall verweigerte die Annahme, und warf den Ministern Inkompetenz und Desinteresse am Erbe der spanischen Kulturgeschichte vor. Er hat viele Auszeichnungen erhalten in den mittlerweile über 50 Jahren seiner grossen Musiker-Laufbahn, darunter auch einen Ehrendoktor der Universität Basel. Der Ernst von Siemens-Musikpreis ist mit Sicherheit die höchst dotierte Auszeichnung unter ihnen. Er wird wegen der Höhe des Preisgelds auch gerne als «Nobelpreis der Musik» bezeichnet. Continue reading


Unsere Titelgeschichte ist der Mezzosopranistin Elīna Garanča gewidmet. «D’amour l’ardente flamme», die Arie der Marguerite aus «La Damnation de Faust» von Berlioz stand schon auf dem Programm, als Elīna Garanča zusammen mit Matthias Schulz am Klavier im Herbst die erste Saison des neuen Zürcher Intendanten eröffnete. Jetzt ist die lettische Mezzosopranistin in der ganzen Partie zu hören: Ab 10. Mai steht die farbig instrumentierte Oper dreimal auf dem Spielplan. Konzertant zwar leider nur, aber damit haben die Höllenchöre vielleicht umso stärkere Wirkung. Dirigiert wird das Stück von Yves Abel, den Faust singt Saimir Pirgu. Die Titelgeschichte können Sie