«Io senza te» bei den Thunerseespielen

Mit zwei Jahren Verspätung gab es das Peter, Sue & Marc-Musical «Io senza te» auf der Bühne des Thunersees.

© foto4you.biz / Thunerseespiele

Vorpremieren haben auch ihr Gutes: Unser Mond war zwar noch nicht ganz voll, aber er beleuchtete über dem Niesen und ein paar harmlosen Wölkchen stehend nett die zweite Hälfte des Seebühnen-Musicals in Thun. Der Supervollmond zwei Tage später hingegen konnte nur noch allenfalls knapp die Heimkehr des Premierenpublikums begleiten.

Ihr Schlechtes hingegen haben Vorpremieren auch: Die Tontechniker waren noch nicht so ganz auf der Höhe ihrer Aufgaben, und damit ist nicht der Mikrophon-Aussetzer zu Beginn der zweiten Hälfte gemeint, sondern die immer mal wieder noch nicht ausgeglichene Balance unter den Sängerstimmen: Manche deutlich zu stark, andere wiederum unterbelichtet. Mit Sicherheit wird sich das einpendeln, spätestens bis am 11. August. Dann gibt es nämlich wieder einen Vollmond, nicht Super, aber immerhin sollte er es, wenn das Wetter will, zum Schlussapplaus schaffen. Gespielt auf der Thuner Seebühne übrigens wird länger, bis am 27. August.

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Mehr als Verdi-Oper – die St. Galler Festspiele

© Xiomara Bender / St. Galler Festspiele

Auf dem Klosterhof vor der barocken Fassade mit den charakteritischen Doppeltürmen der Kathedrale steht die Freiluftbühne für Verdis Oper «Giovanna d’Arco», die musikalisch in den Händen des St. Galler Chefdirigenten Modestas Pitrenas und szenisch in denjenigen der tschechischen Regisseurin Barbora Horáková Joly liegt. Drinnen im Kirchenraum lässt der bulgarische Choreograph Dino Kirilov Milev die Tänzerinnen und Tänzer der St. Galler Compagnie zu Musik von Pärt oder Vasks «Gegen den Strom» schwimmen. Und im Konzertprogramm begegnen europäische Barockensembles der tunesischen Sängerin Ghalia Benali, der Tenor Marco Beasley singt solo, das Vokalensemble La Venexiana singt Monteverdi und «Les Inattedendus» spielen Bachs «Kunst der Fuge». Lesen Sie unsere Sonder-Ausgabe zu den St. Galler Festspielen hier.

Michael Balke dirigiert grosses Benefizkonzert für die Ukraine

Balke
Michael Balke

Die geschlossene und konsequente Reaktion der westlich orientierten Länder auf Russlands Überfall war nicht unbedingt zu erwarten und hat Putin ganz offensichtlich auf dem falschen Fuss erwischt. Noch umfassender ist die Welle der Hilfsbereitschaft, die sich unter anderem in einer enormen Fülle an Benefizkonzerten für ukrainische Menschen und Institutionen manifestiert.

Eines der ambitioniertesten geht am 18. Juni (19 Uhr) über die Bühne der Münchner Isarphilharmonie, es ist aber auch als Live-Streaming zu empfangen: Michael Balke dirigiert ein Orchester, das sich aus ukrainischen Musikern und Mitgliedern der grossen Münchner Orchester zusammen setzt, die Geigerin Arabella Steinbacher oder der Tenor Levy Sekgapane treten auf. Der ehemalige deutsche Bundespräsident Joachim Gauss übernahm die Schirmherrschaft. Mit dem Erlös soll namentlich die Musikschule in Butscha wieder aufgebaut und mit Instrumenten ausgestattet werden.

Weitere Informationen und Live-Streaming: www.concertfortomorrow.com