Christoph Müller geht von Gstaad nach Ascona

© Adrian Moser

Dass Franceso Piemontesi die Leitung des Tessiner Klassik-Festivals «Settimane musicali» nach der Ausgabe 2025, mit der das traditionsreiche Festival sein 80. Jubiläum feiern kann, abgeben würde, war schon bekannt. Eine «Persönlichkeit mit ausgewiesener Professionalität und breitem Erfahrungsschatz» habe für die Nachfolge zugesagt. Das war nun wirklich nicht übertrieben, denn mit dem 54jährigen Christoph Müller, der das Menuhin-Festival in Gstaad in den letzten 24 Jahren auf eine nachhaltig erfolgreiche Spur geführt hat, und auch als Manager zahlreicher weiterer Konzertreihen eine immense Erfahrung mitbringt, steht ab 2026 ein gut vernetztes Schwergewicht an der Spitze des Tessiner Festivals. Er habe viele Ideen, um die Diversität und Breitenwirkung des Festivals zu fördern, den exzellenten Ruf des Festivals zu festigen und neue Publikumsschichten ins Tessin zu locken, sagte Müller zu seiner neuen Aufgabe.

Ina Karr verlängert in Luzern

Die Intendantin des Luzerner Theaters verlängert ihren Vertrag um fünf Jahre bis zum Sommer 2031. Ina Karr hat das Luzerner Theater in den ersten drei Jahren ihrer Intendanz zu einem offenen Haus für alle gemacht, in welchem sie das Publikum zum gemeinsamen Entdecken und zum Austausch einlädt. So positioniert sie das Theater gemeinsam mit ihrem Team geografisch wie gesellschaftlich in der Mitte der Stadt. Diesen Weg wird sie nun langfristig weiterführen, auch mit Blick auf den Bau des neuen Luzerner Theaterhauses.

«Ich freue mich sehr, die Arbeit gemeinsam mit meinen Team, den Künstlerinnen und Künstlern der En- sembles, dem Luzerner Sinfonieorchester und allen hoch engagierten Mitarbeitenden am Haus weiterzuführen. Mir ist wichtig, in den kommenden Jahren weiter auf diesem künstlerischen Niveau Theater in allen seinen Facetten zu machen, die Menschen in Luzern und Umgebung zu begeistern und gleichzeitig das internationale Renommee noch weiter zu verstärken. Damit und mit dem Bau des neuen Theaterhauses gestalten wir die Zukunft des Luzerner Theaters», so Ina Karr. Musik & Theater veröffentlichte in der Ausgabe 3-4.2024 ein ausführliches Interview mit der Intendantin und Jonathan Bloxham, dem musikalischen Leiter des Theaters Luzern.

Musik&Theater Nummer 5-6.2024 erschienen

Die Titelgeschichte über den deutschen Tenor Klaus Florian Vogt und seine Rollendebüts als Siegfried und Tristan können Sie hier lesen. Ein Schwerpunkt in dieser Nummer bildet eine Vorschau auf die St. Galler Festspiele, die dieses Jahr ihre Opernproduktion nicht im Klosterhof sondern in den Flumserbergen auf die Bühne bringen. Weitere Inhalte dieses Hefts sind zum Beispiel eine Vorschau auf das Tanzfestival «Steps» in der Form eines Interviews mit den Programmverantwortlichen Selina Beghetto und Valeria Felder. Oder Sie können zusammen mit Igor Levit und dem Rapper Danger Dan auf das Klavierfest des Lucerne Festivals voraus blicken. Die Schlossmediale Werdenberg, frischer Wind beim Musikfestival in Ernen, die Bratsche im Stradivari-Quartett oder die «Blutbuch»-Inszenierung nach Kim d’Horizon sind weitere Themen. Das vollständige Inhaltsverzeichnis unserer Mai-Juni-Nummer finden Sie hier.