Das Fürstentum Liechtenstein ist bekannt für seine aktive Musikszene, namentlich die Chor-, Blasmusik- und Konzertszene. Auch in die Musikgeschichte ist man eingegangen – dies vor allem dank dem Komponisten Josef Gabriel Rheinberger (1839–1901), der in München nicht nur als Komponist, sondern auch als weitherum hoch geschätzter Lehrer beachtet wurde. Zu seinen Studenten zählten unter anderen die Komponisten Engelbert Humperdinck, George Chadwick, Ermanno Wolf-Ferrari und auch Wilhelm Furtwängler.
Wir sind da, wo teure Sachen verkauft werden, die auch dann viel kosten, wenn sie nicht besonders kostbar wären. Wir kennen das von Shopping Malls oder Flughäfen. Eine schick gekleidete Kundschaft scheint nicht besonders kauflustig, aber greift dann doch eifrig zu wie die zahlreichen Tragtaschen beweisen. Die Inszenierung hat sich einen Spass daraus gemacht, bekannte Nobelmarken gekonnt zu persiflieren. Natürlich gibt es auch einen Hochglanz-Schmuckladen hier. Sein Logo ist das grosse C, aber wir wissen, dass der Designer Cardillac heisst.
Er gilt als Superstar, er kann mit Gold umgehen, wie kein zweiter, er kreiert Kunstwerke für die man buchstäblich über Leichen geht. Das jedenfalls ist der Schickeria hier schon von Anfang an klar: Wer bei Cardillac kauft, ist meistens sehr bald tot. Was sie nicht wissen: Der Goldschmied selber steckt hinter den Morden. Er kann seine Schöpfungen nicht aus der Hand geben, jedenfalls ist es das, was E. T. A. Hoffmann uns in «Das Fräulein von Scuderi» erzählt hat.
Der Regisseur Kornél Mundruczó, der von Matthias Schulz erstmals nach Zürich geholt wurde, sieht das noch etwas anders: Bei ihm ist Cardillac ein Wrack, ein Alkoholiker, der die Nächte zusammengekrümmt auf der Toilette seines Ladens verbringt und dort seine Räusche ausschläft. Seine Tochter räumt hinter ihm her und versucht ihn zu schützen. Zusammen schaffen sie es, den Schein aufrecht zu erhalten.
Der neue Intendant des Lucerne Festivals, Sebastian Nordmann, hatte zum ersten Mal Gelegenheit, das Programm eines Sommerfestivals zu präsentieren. Erstes Fazit: Kein Bildersturm, keine Revolutionen, keine Betonung einer neuen Handschrift, kein Konzept, das über die Programme gestülpt würde.
Ausser: «Amerika» als Motto – ausgerechnet in diesen Zeiten der Irritationen durch einen unberechenbaren und narzisstischen US-Präsidenten. «American Dreams» genauer, wählte Nordmann, und erklärte sich an der Pressekonferenz und in einem Interview eloquent: «Wir stehen als Festival klar für Grundrechte sowie für demokratische und humanistische Werte ein. Gleichzeitig ist es nicht unsere Rolle, aktuelle amerikanische Politik zu kommentieren. Das Motto ist bewusst kultur- und nicht parteipolitisch gemeint: Wir bauen eine Kulturbrücke und heissen amerikanische Künstlerinnen und Künstler willkommen – wie etwa unseren «artiste étoile» Augustin Hadelich, Orchester wie das Met Orchestra oder die Pittsburgh Symphony.»
Er sei schon immer begeistert gewesen von der Vielfalt der amerikanischen Musikgeschichte, sagte Nordmann: «Beispielsweise bin ich ein grosser Fan der unverwechselbaren Musik Gershwins, der Minimalmusik von Steve Reich oder auch ein Bewunderer von Frank Zappas Yellow Shark. Das Motto «American Dreams» soll genau diese Vielfalt und Farbenpracht zum Ausdruck bringen. Viele dieser Komponistinnen und Komponisten konnten ihre Träume realisieren, ohne in Schubladen denken zu müssen. Die Idee, das Sommer-Festival unter das Motto «American Dreams» zu stellen, entstand im Kontext des 250-jährigen Jubiläums der Unabhängigkeit der USA.»Continue reading →
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