Kurt Weill in der Konzertscheune
1998 gründete Valentin Reymond das Festival «Les Jardins Musicaux» in Cernier in den Hügeln des Neuenburger Juras. Eine Scheune am Dorfrand ist bis heute der Veranstaltugnsort. «La Grange aux concerts» hat in diesen über 20 Jahren eine Vielzahl von Aufführungen erlebt. Der Fokus liegt dabei auf der Musik des 20. und 21. , Jahrhunderts und besonders auf Werken mit szenischen Elementen, die Reymond mit unermüdlicher Energie meist selbst dirigiert.
Ein Höhepunkt des laufenden Festivals ist am kommenden Freitag (19.30 Uhr) und Samstag (18 Uhr) die szenische Einrichtung von Kurt Weills letzter Zusammenarbeit mit Bertolt Brecht, die satirisch aufgeladene Familiengeschichte «Die Sieben Todsünden». Die Sopranistin Sarah Maria Sun singt dabei nicht nur die Partie Anna I + II, sondern auch die extra eingeschobenen Koloratur-Arien aus Ligetis Meisterwerk «le Grand Macabre». Die weiteren Solisten sind Paul Kirby, Stuart Patterson, Benoît Capt und Grzegorz Rózycki. Anne Gillot ist die Sprecherin, Valentin Reymond dirigiert und die Inszenierung übernimmt Christian Rätz.
Noch bis 1. September 2024, http://www.jardinsmusicaux.ch
