Orchesterkonserve bei der Genfer Oper
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© Annemie Augustijns

Im Opernhaus Zürich kommt das Orchester per Glasfaser-Kabel aus dem Proberaum in die Heiligen Hallen, am Grand Théâtre de Genève wählte man Corona-notgedrungen einen nochmals anderen Weg: Schon im Sommer hatte der Dirigent der Produktion von Janáceks Oper «Die Sache Makropoulos», Tomas Netopil, mit dem Orchestre de la Suisse Romane in weiser Voraussicht den gesamten Orchesterpart eingespielt. Diese Konserve dient nun bei den Vorstellungen ab 26. Oktober als Basis: Netopil dirigiert also seine eigene Aufnahme, zu der die Solisten auf der Bühne – unter ihnen Rachel Harnisch als Emilia Marty – live singen werden. Die Inszenierung stammt aus dem Jahr 2016, kommt aus Antwerpen und wurde erdacht vom ungarischen Filmemacher Kornel Mundruczo.

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